Gemeinsamer Erfolg – Jahresrückblick 2017

Liebe Mitglieder, Partner und Freunde der EEBUS Initiative,

sollen Connectivity, vernetzte Geräte, Smart Home & Co einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg bringen, müssen die Marktteilnehmer lernen, sich partnerschaftlich zu vernetzen.

Das ist unsere gemeinsame Mission, genau darum geht es bei der „digitalen Zukunft“: nach links und rechts zu schauen!

Jahrzehnte lang haben wir gelernt, auf unserem eigenen Gebiet immer effizienter und besser zu werden. In Zukunft geht es aber darum, andere Gebiete zu verstehen und mit den Eigenen zu verbinden. Das bedeutet: Zuhören und Verstehen. Und dann überlegen, wie Alle mehr davon haben.

Ich finde, dass wir das im letzten Jahr erfolgreich vorgelebt haben: Firmen verschiedenster Gewerke setzen sich zusammen und erarbeiten, was es bringen kann, wenn Ihre Geräte miteinander kommunizieren. Dabei stellt man etwa fest: Es ist sinnvoll, wenn die Heizung mit dem E-Auto oder der Solaranlage auf dem Dach spricht. Die dazu notwendige Sprache haben wir dann gleich in eine Spezifikation gegossen und standardisiert.

So entstehen ganz neue Geschäftsfelder: vom Hersteller bis zum Handwerker.

Das nennt man dann Digitalisierung.

Auf dem Weg in die digitale Zukunft möchten wir Sie auch im neuen Jahr genauso mit konkreten Ergebnissen begleiten und wünschen bis dahin geruhsame Festtage.

 

Peter Kellendonk (1. Vorsitzender EEBUS Initiative)

 

Unsere Highlights

 

Wenn das Elektroauto mit der Heizung spricht. Branchenverbände der Automobilindustrie und Heizungsindustrie setzen auf EEBUS.

EEBUS stand 2017 ganz im Zeichen dieser beiden Branchen. Aus gutem Grund: Das Zusammenspiel dieser Sektoren bringt die Energiewende mit voller Wirkung ins Smart Home. Und damit zu uns.

Heizungen mit EEBUS-Schnittstelle sind verfügbar, und beim Plugfest E-Mobility in der gläsernen Manufaktur von Volkswagen kamen bereits erste Serienlösungen für die digitalisierte Ladeinfrastruktur mit EEBUS zum Einsatz.

 

Weiterlesen  zur Digitalen Heizung  zum Plugfest E-Mobility

 

Erfolg unserer gemeinsamen Arbeit: EEBUS Datenmodell ist internationale Norm und Bestandteil von OCF

Das EEBUS Datenmodell SPINE und die dazugehörige Ontologie ist 2017 internationaler Standard geworden.

  • CENELEC EN 50631 (Household appliances network and grid connectivity)
  • ETSI TS 103 410-1 (SAREF4ENER; Smart Appliances Extension to EU Framework SAREF)

 

Hier finden Sie die veröffentlichten Standards CENELEC ETSI

 

Zudem ist EEBUS die erste 3rd party Organisation, deren Datenmodell bei OCF im amerikanischen open source framework onIoTa integriert wurde. OCF-Applikationen, die energierelevante Use Cases implementieren, können nun mit denselben Mechanismen auf OCF-  wie auch auf EEBUS-Geräte zugreifen.

Damit verfolgen wir konsequent unseren Grundsatz, die Ergebnisse unserer Arbeit international zu standardisieren und allen Kooperationspartnern kostenfrei zur Verfügung zu stellen

 

Lücke zwischen Smart Grid und Smart Home geschlossen: EEBUS Demonstrator auf Roadshow

Ob European Utility Week, ETSI oneM2M Konferenz oder Demand Side Flexibility Conference der EU-Kommission: Zusammen mit Mitgliedsfirmen und Partnern der Organisationen Energy@home und ESMIG wurde das Zusammenspiel vernetzter Geräte mit Smart Metern und dem Smart Grid mittels Demonstrator konkret in der Praxis präsentiert. Dabei kamen ausschließlich Serien- oder seriennahe Geräte zum Einsatz. Demand Side Flexibility ist nun keine Theorie mehr, sondern lässt sich mit EEBUS realisieren. Damit ist eine wichtige Hürde auf dem Weg zur sinnvollen Nutzung variabler Stromtarife genommen.

Der Demonstrator veranschaulicht das Thema Energiemanagement über EEBUS und baut so Hürden in der Anwendung des neuen Standards ab. Die Resonanz war riesig, zahlreiche weitere Mitgliedsfirmen möchten ihre Produkte nun ebenfalls in den Demonstrator integrieren. Wir werden das Thema in 2018 breiter ausstatten und massiv vorantreiben.

So werden wir etwa auf der E- World (6.- 8. Februar 2018) in Essen (Halle 6 Stand 226) mit unserem Demonstrator zeigen, wie Demand Side Flexibility auch mit der durch das BSI regulierten Smart Meter Gateway Infrastruktur funktioniert.

 

Mehr zum Demonstrator

 

Investitionen in EEBUS rechnen sich: Europäische Studie ermittelt Einsparpotentiale durch Demand Side Flexibility

Wasserboiler, Waschmaschinen, Wärmepumpen oder Elektroauto-Ladestationen sind nicht nur große Energieverbraucher. Diese Geräte stellen in ihrer Gesamtheit auch ein riesiges Potential an Lasten dar, die sich über intelligente Stromnetze flexibel nutzen lassen. So kann Strom aus Windkraft- oder Photovoltaikanlagen dann verbraucht werden, wenn dieser im Überfluss im Netz verfügbar ist. Umgekehrt lässt sich der Verbrauch in Zeiten knapper Energiereserven so organisieren, dass weniger zusätzliche Kraftwerke anlaufen müssen. Alle Aspekte dieser Technik sind unter dem Begriff „Demand Side Flexibility“ zusammengefasst.

In einer Studie haben die Energieexperten des finnischen Beratungsunternehmens VaasaETT gemeinsam mit der US-amerikanischen Joule Assets erstmals im Detail untersucht, welche Kosten und Einsparungen die breite Einführung von „Demand Side Flexibility“ bringt.

 

Der Backgrounder zur Studie Studie zum Download

 

Was bleibt noch zum Jahresende zu sagen:

Nicht jede Anwendung bedeutet zu jeder Zeit ein Fortschritt

 

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Weitere Informationen und eine aktuelle Mitgliederliste finden Sie unter www.eebus.org

2018-12-20T11:41:32+00:00